Druckansicht - Saturday 18. May 2013

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Papstbesuch in Deutschland: Vatikan gibt Programm bekannt

 

Rede vor Deutschem Bundestag, Messe im Berliner Olympiastadion, Zusammenkunft mit Spitzenvertretern der evangelischen Kirche im Erfurter Augustinerkloster

 

Vatikanstadt-Berlin, 20.07.2011 (KAP) Der Vatikan hat am Mittwoch das offizielle Programm für die Deutschlandreise von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25 September bekanntgegeben. Stationen der Reise sind Berlin, Freiburg, Erfurt sowie der Wallfahrtsort Etzelsbach in Thüringen. Höhepunkte des dritten Deutschlandbesuchs des Papstes bilden eine Rede vor dem Deutschen Bundestag, eine Messe im Berliner Olympiastadion sowie eine Zusammenkunft mit Vertretern des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland im Augustinerkloster in Erfurt.

 

Vorgesehen sind ferner Begegnungen mit Repräsentanten der jüdischen und muslimischen Gemeinde in Deutschland sowie der orthodoxen Kirchen. Benedikt XVI. wird im Berliner Schloss Bellevue auch mit Bundespräsident Christian Wulff zusammentreffen. Eine Unterredung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin geplant.

 

Der Papst wird am 22. September gegen 10.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel erwartet. Die Highlights sind die Bundestagsrede um 16.15 und die Messe im Olympiastadion um 18.30 Uhr.

 

Von Berlin aus reist Benedikt XVI. am Morgen des 23. September nach Erfurt weiter. Dort ist um 11.45 Uhr im Kapitelsaal des Augustinerklosters eine Zusammenkunft mit Vertretern des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vorgesehen. Anschließend steht ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche des einstigen Klosters von Martin Luther auf dem Programm.

 

Am späten Nachmittag des 23. September begibt sich der Papst in den thüringischen Wallfahrtort Etzelsbach, wo er unter freiem Himmel eine Marienvesper feiert.

Am 24. September reist der Papst am Vormittag von Erfurt aus weiter nach Freiburg. Dort feiert er auf dem Messegelände eine Jugendvigil.

 

Zuvor kommt er unter anderem mit Vertretern der orthodoxen Kirchen sowie des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zusammen. Im nordbadischen Lahr wird der Papst vor seiner Weiterfahrt nach Freiburg von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begrüßt.

 

Vorgesehen ist auch eine Unterredung mit Altbundeskanzler Helmut Kohl. Das Treffen zwischen Papst und Ex-Kanzler Kohl findet im Priesterseminar in Freiburg statt.

 

Am folgenden Tag feiert der Papst eine Messe auf dem Freiburger City-Airport-Gelände. Anschließend nimmt er mit Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz ein Mittagessen ein. Nach einer Begegnung mit Bundesverfassungrichtern und in Kirche und Gesellschaft engagierten Katholiken fliegt Benedikt XVI. am 25. September gegen 19.15 Uhr vom Flughafen Lahr nach Rom zurück.

 

Nachbarländer eingeladen

 

Während der Reise sind mehrere Begegnungen mit Spitzenpolitikern geplant. Am Ankunftstag wird Benedikt XVI. von Bundespräsident Christian Wulff im Berliner Schloss Bellevue empfangen. Anschließend geht es weiter zu einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Katholischen Büro, der Verbindungsstelle der katholischen Kirche zum politischen Berlin. Am 23. September steht in Erfurt ein Austausch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christiane Lieberknecht auf dem Programm.

 

Mit Spannung erwartet wird eine Grundsatzrede des Papstes im Freiburger Konzerthaus am letzten Besuchstag, dem 25. September. Kurz zuvor kommt es, ebenfalls in Freiburg, zu einem Treffen mit den Bundesverfassungsrichtern. Verabschiedet wird der Papst am Abend von Bundespräsident Wulff.

 

Zu den fünf Großgottesdiensten mit dem Papst haben sich laut Angaben der Bischofskonferenz bislang über 175.000 Menschen angemeldet. Für das am 24. September geplante Abendgebet mit Jugendlichen auf dem Freiburger Messegelände und den am 25. September vorgesehenen Gottesdienst auf dem Freiburger Flugplatz lud Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch auch Pilger aus den Nachbarländern Schweiz und Frankreich ein. Der Besuch des Papstes werde den Menschen vor Augen führen, dass der Glaube die Engpässe der Welt mit Gottes Hilfe überwinde und so Zukunft eröffne, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben Zollitschs als Vorsitzender der Bischofskonferenz.

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