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Wien (KAP) "Heilige und Selige sind nie ein Schlussstrich sondern eine offene Tür mit der Einladung auch hineinzugehen." Das hat Kardinal Christoph Schönborn unmittelbar nach der Seligsprechungsfeier von Hildegard Burjan am Sonntagnachmittag im Wiener Stephansdom gegenüber "Kathpress" gesagt. Die lang erwartete Feier habe er persönlich mit großer Freude erlebt, so der Kardinal: "Die Botschaft Hildegard Burjans ist klar: Es geht nicht ums Reden sondern ums Tun, um gelebtes Christentum."
Dass Hildegard Burjan mit ihrem Lebensbeispiel weite Kreise der Bevölkerung anspricht, betonte Sr. Judith Maria Tappeiner, Generalleiterin der Caritas Socialis, im Anschluss an die Seligsprechung. Sie zeigte sich vor allem von den vielen Menschen beeindruckt, die zur Seligsprechungsfeier gekommen waren. Auch für Tappeiner war klar: "Die Seligsprechung war kein Schlusspunkt, wir gehen weiter."
Laut Ingeborg Schödl, Vizepostulatorin des Seligsprechungsprozesses, wolle man in Zukunft vor allem verstärkt die Jugend ansprechen. Es gelte, Hildegard Burjan noch viel mehr bekannt zu machen. Sie sei Beispiel dafür, "wie man als Christ leben und sich in der Politik engagieren kann", so Schödl: "Jeder jammert über die Politik, aber niemand will sich engagieren." Dagegen gelte es aufzutreten.
Der Apostolische Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen erhofft sich von Hildegard Burjan wichtige Impulse für die Kirche in Österreich. "Bei der Erneuerung des kirchliche Lebens kann ihr Lebensbeispiel und ihre Fürbitte sicher hilfreich sein", so der Nuntius wörtlich.
Vizekanzler Michael Spindelegger schließlich zeigte sich überzeugt, "dass es in der Politik immer wieder Anlässe gibt, sich Hildegard Burjan zum Vorbild zu nehmen".
