Druckansicht - Wednesday 26. November 2014

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Symposion "Heimat - christlich - Abendland" im Stift Dürnstein

Zum Start der Fastenzeit hochkarätig besetzte Tagung in Kooperation mit Donau-Universität Krems

10.02.2012

St. Pölten, 10.02.2012 (KAP) "Heimat - christlich - Abendland" - Von welchen Werten reden wir?": So lautet der Titel eines Symposions im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Dürnstein und an der Donau-Universität Krems, das zum Beginn der Fastenzeit nach der Identität der westlichen Kultur und deren tragenden Säulen fragt. Themen der von der Religionsjournalistin Ursula Baatz konzipierten Tagung sind u. a. die Wiederkehr der Religion nach 9/11, die Bedeutung und Grenzen der aufklärerischen Vernunft und die Universalität der Menschenrechte. Führende Denker aus Asien und Europa "reflektieren die Frage von Werten und Wertebegründung aus unterschiedlichen Perspektiven", heißt es im Ankündigungs-Folder.

 

Unter den Teilnehmern des Symposions finden sich Persönlichkeiten aus Kirche und Theologie (Propst Maximilian Fürnsinn, Religionswissenschaftler Johann Figl, Moraltheologe Eberhard Schockenhoff u. a.), aus den Geisteswissenschaften (Philosoph Peter Kampits, Medienwissenschaftler Norbert Bolz, die Kremser Dekanin Gudrun Biffl), aus Medien und Kultur (Armin Thurnher, Hans Rauscher, Katharina Stemberger).

 

Den Eröffnungsvortrag am Donnerstagabend, 23. Februar, hält der Träger des alternativen Nobelpreises, der aus Indien stammende muslimische Befreiungstheologe Asghar Ali Engineer. Er spricht im Audimax der Donau-Universität Krems über das Verhältnis von Säkularität, Religion und Staat.

 

Beginn mit Gottesdienst in Dürnstein

 

Das Rahmenprogramm beginnt bereits am 22. Februar mit einem Aschermittwochgottesdienst in der Stiftskirche von Dürnstein und Fastensuppe. Die anschließende Diskussion zum Symposionthema leitet der Kabarettist Gregor Seberg. Es sprechen "Gastgeber" Propst Fürnsinn - das barocke Stiftsgebäude gehört seit mehr als 220 Jahren Stift Herzogenburg -, Peter Kampits, Flüchtlingshelferin Ute Bock und die evangelische Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp.

 

Ähnlich der Abschluss des Symposions am 26. Februar: Schauspielerin Katharina Stemberger - sie stellt übrigens "Die Päpstin" in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Donna Wollfolk Cross im Rahmen der Sommerspiele Melk dar - moderiert ein Gespräch, an dem neben Asghar Ali Engineer u. a. Petrus Stockinger, Tourismusverantwortlicher des Stiftes Herzogenburg, teilnimmt.

 

Propst Fürnsinn unterstrich im Programmfolder die Bedeutung der Religionen: Sie "tragen jenen absoluten Wertehorizont in sich, aus dem Politik und gesellschaftliches Leben ihre Fundamente beziehen". Hinter Kulturen und Zivilisationen stünden transzendent begründete Überzeugungen, "ohne die die Welt arm wäre". Heute ist laut Fürnsinn zu fragen, wie sich zivilisatorische und kulturelle Standards halten lassen, wenn die geistigen Grundlagen zerfallen oder marginalisiert werden. "Unsere Gesellschaft wird immer mehr zu einer Gesellschaft 'Suchender'", ist der Propst überzeugt.

 

Weitere Informationen sind z. B. unter http://www.donau-uni.ac.at abrufbar.

 

Das "Kathpress"-Themenpaket zur Fastenzeit ist unter www.kathpress.at/fastenzeit abrufbar.

 

 

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