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Wien (KAP) Der Einzug Jesu in Jerusalem war keine militärische Machtdemonstration, sondern zeigte sein demütiges Königtum. Das hob Kardinal Schönborn bei seiner Predigt bei der Palmweihe am Sonntag in der Wiener Innenstadt hervor. Zwar sei auch Jesu Einzug "bewusst inszeniert" gewesen, aber grundlegend anders als die triumphale und einschüchternde Machtentfaltung damaliger Herrscher. Auf einem Esel reitend habe Jesu an die Worte des Propheten Maleachi erinnern wollen, wo es heißt: "Siehe, dein König kommt, demütig, reitend auf einer Eselin."
Die Menschen hätten es seinerzeit begriffen, "dass dieser ein ganz anderer König ist". Die Hoffnung in den Herzen der Menschen, die damals aufbrach, sei auch eine politische gewesen: "Dieser König, auch wenn er demütigend reitend kommt auf einem Esel, er wird die Freiheit bringen. Er wird das Joch des Besatzers, der römischen Besatzungsmacht abschütteln", so Kardinal Schönborn. Deshalb riefen sie ihm zu: "Jetzt kommt das Reich unseres Königs David!"
Diese "weltliche Hoffnung" habe sich aber nach Jesu Leiden, Tod und Auferstehung gewandelt. Ostern machte dann "den Beginn seines Reiches, seines unzerstörbaren Königreiches auf Erden und in Ewigkeit", so der Wiener Erzbischof bei der Palmsonntagsliturgie.
