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Doch keine Einigung im Streit um Katholische Universität in Peru

Geplante Universitätsversammlung wird bis zur Vorlage eines konsensfähigen Vorschlags für neue Statuten vertagt

06.04.2012

Lima (KAP) Eine rasche Einigung zwischen der Päpstlichen Katholischen Universität von Peru (PUCP) und dem Vatikan steht erneut in Frage. Eine für den 13. April geplante Universitätsversammlung werde ausgesetzt, bis es einen konsensfähigen Vorschlag für die neuen Statuten gebe, teilte das Rektorat am Donnerstag mit. Zuvor hatte es geheißen, die PUCP wolle ihre Statuten nach den Vorgaben des Vatikan ändern und den Text nach Zustimmung durch die Universitätsversammlung nach Rom senden. Aktueller Streitpunkt ist Medienberichten zufolge die Zusammensetzung des Verwaltungsrates.

 

Das Rektorat bekräftigte, sowohl den katholischen und päpstlichen Charakter der Universität als auch ihre Autonomie erhalten zu wollen. Die Universitätsversammlung werde erneut einberufen, sobald eine entsprechende Einigung erzielt sei, über die entschieden werden könne, hieß es. Der Vatikan hatte eine Frist bis zum 8. April gesetzt.

 

Die traditionsreiche Universität mit rund 22.000 Studierenden steht seit 2007 in Konflikt mit Limas Erzbischof Kardinal Juan Luis Cipriani, der auch Großkanzler der Hochschule ist. Dabei geht es um das Recht, den Rektor zu ernennen, Aufsicht über die Lehrinhalte zu führen und das beträchtliche Immobilienvermögen der PUCP zu kontrollieren.

 

Im Dezember hatte der ungarische Primas, Kardinal Peter Erdö, den Auftrag des Papstes erhalten, zwischen Cipriani und dem Rektorat zu vermitteln. Erdö, der mit Cipriani freundschaftlich verbunden und Ehrendoktor der Universität Navarra des Opus Dei ist, an der Cipriani promovierte, blieb aber erfolglos.

 

Am 21. Februar rief Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone PUCP-Rektor Marcial Rubio zu einer Klärung in den Vatikan. Die Universität solle ihre "katholische Identität" bewahren und den Studierenden eine Ausbildung bieten, die "in der Treue zum Lehramt der Kirche verwurzelt" sei. Man habe bis Ostern Zeit, die Statuten nach kirchlichen Vorgaben zu ändern.

 

Die Universitätsversammlung als höchstes Gremium der Selbstverwaltung wies die Forderungen Roms in einer Sitzung Ende Februar zunächst ab. Auch verwies Rubio darauf, dass an dieser Beratung auch drei Bischöfe teilgenommen hätten. Dies sei ein "klares Zeichen für die Öffnung eines neuen Dialogs", sagte der Rektor.

 

 

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