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Klagenfurt (KAP) Gegen ein "ausschließliches Leben im Hier und Jetzt" hat sich der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz in seiner Predigt am Karsamstag im Klagenfurter Dom ausgesprochen. Die Erwartung, dass mit dem Tod "sowieso alles aus" sei, würde in einer sowieso von Beschleunigung geprägten Zeit zu einem noch hektischeren Leben führen. "Ohne Zukunftsperspektive steigen Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Gewissenlosigkeit", so Schwarz laut Aussendung der Diözese Klagenfurt. Hingegen sei die Osterbotschaft die "Zusage auf Überwindung des Todes und die Hoffnung auf ewiges Leben", verwies der Bischof auf die Bedeutung des Osterfestes für die Zukunft aller Menschen.
Die Osterbotschaft schenke Zuversicht, Freude und Kraft, betonte Schwarz. Sie verwandle die Welt in ihrem Innersten, ohne die Nöte der Zeit zu verdrängen oder die Wirklichkeit zu verleugnen. Die Osterbotschaft sei "kein Versuch der Vertröstung, sondern die Zusage, dass die Mächte des Todes, die sich auch in Angst, Aggression, Zerstörung und Gewalt zeigen, nicht das letzte Wort haben, sondern das Leben im großen, umfassenden Sinn des Wortes", so der Bischof in der Aussendung.
Was in der Osternacht gefeiert werde, übersteige die "Alltagswirklichkeit". Schwarz: "In dieser Stunde zählt nicht der Unterhaltungswert, sondern die Sinnzusage und das Zuspielen von Zukunft, weil Ostern Erinnerung an Zukunft ist."
