Druckansicht - Friday 24. May 2013

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Große orthodoxe Osternfeiern in Wiener Kathedralen

Erste Ostern in Österreich für neuen Wiener griechisch-orthodoxen Metropoliten Kardamakis

10.04.2012

Wien (KAP) Die orthodoxen und altorientalischen Christen feiern am Samstagabend und Sonntag das Osterfest. Auf Grund der Tradition Österreichs finden sich in Wien Gemeinden fast aller orthodoxen Kirchen; mit besonderer Feierlichkeit wird die Osterliturgie in den beiden historischen Wiener orthodoxen Kathedralen begangen - in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt und in der etwas jüngeren russisch-orthodoxen St. Nikolaus-Kathedrale in der Jauresgasse im 3. Bezirk. Beginnzeiten der Osternacht sind 23.45 Uhr (Jauresgasse) und 24 Uhr (Fleischmarkt). Für den neuen Wiener griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis - er ist seit November 2011 im Amt - sind es die ersten Ostern in Österreich.

 

Auch in der serbisch-orthodoxen Auferstehungskirche in Wien-Leopoldstadt (Engerthstraße 160) - Österreichs größtem orthodoxen Gotteshaus - beginnt die Osterliturgie am Samstag um Mitternacht. In der rumänisch-orthodoxen Kirche in der Simmeringer Hauptstraße 161 feiert Bischofsvikar Nicolae Dura am Sonntag um 10 Uhr die Auferstehungsmesse. In der neuen Wiener koptisch-orthodoxen Kathedrale "Zur Hl. Jungfrau Maria von Zeitoun" (22., Quadenstraße 4) feiert Bischof Anba Gabriel am Samstag, 18.30 Uhr, die mehr als vierstündige Auferstehungsliturgie.

 

Die Gesamtzahl der orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich wird mit knapp 500.000 angegeben.

 

Julianischer statt Gregorianischer Kalender

 

Die Ostkirchen bestimmen den Ostertermin nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Berechnungsmethode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen. Im ökumenischen Dialog ist das Osterdatum eine der großen Hürden. Die vielfach erhoffte dauerhafte Harmonisierung des Osterdatums dürfte noch in weiter Ferne liegen. Ostkirchen und Westkirchen interpretieren nach wie vor die Festlegungen der frühchristlichen Konzilien unterschiedlich.

 

In der Neuzeit gab es mehrere Vorstöße, den Ostertag verbindlich für alle Christen auf einen bestimmten Sonntag festzulegen. Wenn dies auch nicht so schnell international erfolgen wird, so könnte es doch auf regionaler Ebene gelingen.

 

So ist etwas für das Heiligen Land geplant, dass Christen aller Kirchen dort Ostern künftig nur mehr nach dem orthodoxen Kalender feiern. Grund dafür ist die Rücksicht auf die zahlreichen gemischtkonfessionellen Familien. Das gemeinsame Osterdatum für orthodoxe und katholische Gemeinden könnte schon im kommenden Jahr eingeführt werden. Dann feiern die Orthodoxen Ostern am 5. Mai 2013; die Kirchen der westlichen Tradition begehen das Fest im nächsten Jahr hingegen schon fünf Wochen früher am 31. März.

 

 

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