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Regensburg (KAP) Papst-Bruder Georg Ratzinger ist überzeugt, dass Benedikt XVI. nicht mehr nach Bayern kommt. "Ich glaube, dass er an sich nicht mehr viel reisen wird, weil es ihm zusehends Mühe macht", zerstreute der frühere Regensburger Domkapellmeister gegenüber der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA Gerüchte über einen möglichen erneuten Bayern-Besuch des Papstes. Auch einen Privatbesuch seines Bruders schloss Ratzinger kategorisch aus. "Private Reisen macht er nicht". Er nehme "seinen Dienst ernst und weiß, dass jeder Papstbesuch mit großen Umständen verbunden ist."
Am 16. April feiert Joseph Ratzinger seinen 85. Geburtstag. Auf die Frage, was sich ein Papst zum Geburtstag wünsche, antwortete der Papst-Bruder: "Ein bisschen Ruhe, natürlich den Segen Gottes für die weiteren Lebensjahre, Gesundheit und - als Hauptwunsch - dass das Leben die erhoffte Erfüllung bei Gott finden wird."
Die Reisen des bayerischen Ministerpräsidenten und aller bayerischen Bischöfe anlässlich des Papstgeburtstags nach Rom bewertete Georg Ratzinger zwiespältig: "Einerseits ist es natürlich eine Freude für ihn, die Anerkennung und Zuneigung zu spüren. Das ist immer positiv. Andererseits fragt er sich schon, warum man um ihn als Person so viel Rummel macht." In der Familie Ratzinger wurden Geburtstage traditionell nicht groß gefeiert, dafür jedoch die Namenstage.
Dennoch wird auch Georg Ratzinger am 13. April nach Rom fahren, um mit seinem Bruder zu feiern. Runde Geburtstage seien "eine Ausnahme". Sie müssten unterstrichen werden. Ein Geschenk habe er noch nicht, räumte der Prälat ein. Es sei "so schwierig, ihm etwas zu geben". Denn "das Nötigste zum Leben - Kleidung, Essen, Wohnung - hat er ja alles, dazu Bücher in Überfülle".
