Druckansicht - Friday 24. May 2013

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Bischof: Opfer nahmen bei Papsttreffen kein Blatt vor den Mund

 

24.09.2011

Erfurt, 24.09.2011 (KAP) Das Treffen von Papst Benedikt XVI. mit Missbrauchsopfern am Freitagabend in Erfurt hat nach den Worten des Trierer Bischofs Stephan Ackermann in einer "sehr menschlichen und offenen Atmosphäre" stattgefunden. Der Papst habe den Opfern sehr aufmerksam zugehört, und diese hätten bei ihren Vorwürfen "kein Blatt vor den Mund genommen", sagte Ackermann am Samstagmorgen vor Journalisten in Erfurt. Er ist der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz und war bei der rund halbstündigen Begegnung des Papstes mit drei Männern und zwei Frauen dabei, die im Erfurter Priesterseminar unter höchster Geheimhaltung stattfand.

 

Benedikt XVI. habe sich tief beschämt gezeigt, berichtete Ackermann. Es sei ihm eine große Verpflichtung gewesen, dass das Treffen stattfinden konnte. Die Opfer seien aus verschiedenen Regionen Deutschlands gekommen und hätten ihren Missbrauch in Pfarreien oder kirchlichen Einrichtungen erlitten. Einige hätten sich inzwischen von der Kirche entfernt. Auch bei seinen Auslandsreisen in die USA, nach Sydney, Malta und zuletzt nach Großbritannien hatte es Begegnungen des Papstes mit Missbrauchsopfern gegeben.

 

 

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