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Ciudad de Mexico-Havanna, 09.03.12 (KAP) Papst Benedikt XVI. wird vom 23. bis 29. März eine Pastoralreise nach Mexiko und Kuba unternehmen. Es ist seine 23. Auslandsreise und seine erste in die Region des spanischsprachigen Amerika. Laut Programm wird er zunächst den zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato besuchen und anschließend nach Kuba weiterreisen. Insgesamt besucht er fünf Städte in beiden Ländern.
Benedikt XVI. startet am Freitag, 23. März, mit einer Maschine der Alitalia zu dem 14-Stunden-Flug von Rom-Fiumicino nach Silao/Guanajuato. Für 16.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MEZ) ist die Begrüßung am Aeropuerto Internacional de Guanajuato vorgesehen. Der Papst fährt von dort im Papamobil die mehr als 30 Kilometer lange Strecke zum Stadtzentrum von Leon (eigentlich Leon de Los Aldama), der mit 1,5 Millionen Einwohnern siebentgrößten Stadt Mexikos.
Während seines Aufenthalts wohnt Benedikt XVI. im katholischen Oberstufenkolleg Colegio Miraflores. Das landesweit bekannte Kolleg wird vom spanischen Schwesternorden "Esclavas de la Santisima Eucaristia y de la Madre de Dios" geführt, der 1925 in Granada von Madre Trinidad Carreras gegründet wurde.
Am Samstag, 24. März, trifft der Papst am Abend im historischen Palast Casa del Conde Rul von Guanajuato, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats, mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderon zusammen. Anschließend richtet Benedikt XVI. auf der Plaza de la Paz einen Gruß an Kinder.
Am Sonntag, 25. März, feiert der Papst im Messezentrum Parque Guanajuato Bicentenario in Silao eine Messe. Sie steht im Zeichen des von der Kirche am 25. März begangenen Marienfeiertags "Verkündigung des Herrn" (Annuntiatio Domini). Zu dem Gottesdienst, der als zentrales Ereignis der Papstreise angesehen wird, werden 750.000 Menschen erwartet.
Am Nachmittag betet Benedikt XVI. mit den Bischöfen ganz Lateinamerikas in der Kathedrale von Leon die Vesper. Dabei hält er eine mit Spannung erwartete Ansprache zur kirchlichen Situation. In Mexiko hatte zuletzt der Missbrauchsskandal des Ordensgründers P. Marcial Maciel (1920-2008) Spuren - auch in Form einer Austrittswelle aus der Gemeinschaft - hinterlassen; Sorgen existieren auch im Blick auf die Kirche in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Peru, wo die katholische Universität im Konflikt mit dem Kardinal steht.
Am Montag, 26. März, fliegt Benedikt XVI. von Silao nach Santiago de Cuba weiter. Dort wird er von Staatspräsident Raul Castro und dem Vorsitzenden der kubanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Dionisio Garcia, offiziell empfangen. Vom Flughafen fährt der Papst im Papamobil zur Plaza Antonio Maceo, um einen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern. Er steht im Zeichen der 400-Jahr-Feiern der Wiederauffindung des populären Marienbildes der Barmherzigen Jungfrau von El Cobre (Virgen de la Caridad del Cobre).
Am Tag darauf besucht der Papst am Morgen das in El Cobre nahe Santiago gelegene Wallfahrtszentrum Santuario de la Virgen de la Caridad. Dann reist er in die Hauptstadt Havanna weiter, wo er von Kardinal Jaime Ortega am Flughafen "Jose Marti" erwartet wird. Im Palast der Revolution stattet er Staats- und Ministerratspräsident Raul Castro einen Besuch ab. Für den Abend steht ein gemeinsames Essen mit den kubanischen Bischöfen in der Nuntiatur, wo Benedikt XVI. auch wohnen wird, auf dem Programm.
Der Gottesdienst am Mittwoch, 28. März, 9 Uhr (16 Uhr MEZ), auf der Plaza de la Revolucion von Havanna dürfte ebenso wie die Messe in Silao zu den Höhepunkten der 23. Auslandsreise von Benedikt XVI. gehören. Für den Nachmittag (16.30 Uhr Ortszeit) ist die Abschiedszeremonie vorgesehen. Nach elfstündigem Flug wird der Papst am Folgetag um 10.15 Uhr in Rom-Ciampino zurückerwartet.
Der erste und bisher einzige Papstbesuch im sozialistischen Kuba fand im Jänner 1998 durch Johannes Paul II. (1978-2005) statt.
