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Bischöfe: Mexiko-Papstreise hat lateinamerikaweite Bedeutung

Benedikt XVI. wird am 25. März in der Kathedrale von Leon Botschaft an alle Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik richten

02.03.2012

Bogota, 02.03.2012 (KAP) Die Spitzen der lateinamerikanischen Kirche haben die Bedeutung der Papstreise nach Mexiko und Kuba unterstrichen. Benedikt XVI. werde die jüngere Generation in der Region auf ihrem Glaubensweg unterstützen, sagte der Präsident des Lateinamerikanischen Bischofsrates (Consejo Episcopal Latinoamericano/CELAM), der mexikanische Erzbischof Carlos Aguiar Retes, dem kolumbianischen kirchlichen Magazin "Palabra". Mit seinem Besuch setze der Papst ein wichtiges Zeichen für ganz Lateinamerika.

 

Benedikt XVI. werde auf eine sehr lebendige und aktive Kirche treffen, sagte CELAM-Vizepräsident Erzbischof Ruben Gomez Salazar der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA in Bogota. Die Stärke der Kirche in der Region beruhe auf einer tiefen Frömmigkeit und einer langen Tradition, so der Leiter der kolumbianischen Hauptstadtdiözese.

 

Der Bischofsrat CELAM ist Mitorganisator der Vesper, die der Papst am Sonntag, 25. März, in der Kathedrale von Leon im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato halten wird. Benedikt XVI. wird dort eine Botschaft an alle Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik richten.

 

Am 26. März reist der Papst von Leon nach Santiago de Cuba. Kubas Bischöfe schließen ein Treffen zwischen Benedikt XVI. und Fidel Castro nicht aus. Eine solche Begegnung stehe zwar nicht auf dem offiziellen Programm; dass sie trotzdem stattfinden könne, liege aber "im Rahmen der Möglichkeiten", sagte der Sekretär der Kubanischen Bischofskonferenz, Pedro Felix Perez, laut der kolumbianischen Zeitung "El Universal" (Donnerstag). Kubanische Medien hatten in den vergangenen Tagen spekuliert, dass sich Castro mit der Kirche aussöhnen wolle.

 

Benedikt XVI. wird in Kuba unter anderem Santiago de Cuba und Havanna besuchen. Offizieller Anlass ist der 400. Jahrestag der Entdeckung des Bildes der "Virgen de la Caridad" in El Cobre. Johannes Paul II. (1978-2005) hatte den sozialistischen Staat im Jänner 1998 erstmals besucht und war damals auch mit Fidel Castro zusammengetroffen, dem Vorgänger und Bruder des heutigen Staatschefs Raul Castro.

 

"Stärkung der christlichen Wurzeln Kubas"

 

In einer Botschaft der kubanischen Bischöfe an Benedikt XVI., aus der Radio Vatikan am Freitag zitierte, wird die Hoffnung auf eine Stärkung der "christlichen Wurzeln" des Landes durch die Papstvisite hervorgehoben. Schon jetzt herrsche in den Gemeinden der Karibikinsel eine "besonders enthusiastische Atmosphäre", heißt es. Viele Kubaner identifizierten sich mit der katholischen Kirche oder fühlten sich als ein Teil von ihr, schreiben die Bischöfe. Für sie verwirkliche sich mit dem Papstbesuch ein inniger Wunsch.

 

Zudem äußern sich die Bischöfe erfreut, dass der fast 85-jährige Papst trotz seines hohen Alters und seiner sonstigen Verpflichtungen für die Weltkirche eine Reise in ihr Heimatland unternimmt.

 

Unterdessen forderten 749 kubanische Bürgerrechtler und Aktivisten den Papst in einem Offenen Brief auf, Menschenrechtsverletzungen in dem Karibik-Staat deutlich anzusprechen. Andernfalls würde Benedikt XVI. dem Castro-Regime einen Freibrief für dessen menschenrechtsfeindliche Herrschaft ausstellen, zitierte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Freitag den Sacharow-Preisträger von 2010, Guillermo Farinas.

 

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